05. Mai 2017 in Veranstaltungen

Vortrag und Lesung: „ ... den Staub zu vermählen dem Staube“

Dr. Michael Krämer
Dr. Michael Krämer
Art: Vortrag und Lesung
Datum: Freitag, 12. Mai 2017
Zeit: 20.00 Uhr
Ort: Museum Jüdischer Betsaal Horb

Die Shoah, die Vernichtung jüdischer Menschen während der Zeit des Nationalsozialismus, ist ein Ereignis, das wie kein anderes Spuren auch in der Literatur hinterlassen hat.

Angesichts heutiger Bestrebungen, die Erinnerung an diese Judenvernichtung zu relativieren und zum nationalen Alltag überzugehen, ist es umso wichtiger deutlich zu machen, wie die Shoah sich in die deutsche Sprache und in unsere Literatur eingegraben hat.
Was oft mit dem Namen "Auschwitz" benannt wird, hat nicht nur jüdische Menschen nach dem Krieg fragen lassen, wie überhaupt von so viel Tod und so menschenverachtenden Taten zu sprechen sei. Adorno meinte gar, dass nach Auschwitz keine Gedichte zu schreiben seien. Doch sucht Erinnerung immer nach Worten, damit sie Erinnerung sein kann. Und seit Paul Celan und Nelly Sachs gibt es ungezählte Texte, die sich literarisch mit der Shoah beschäftigt haben.
An diesem Abend werden einige davon vorgestellt und zugleich werden wir danach fragen, welche Bedeutung diese Texte haben können und vielleicht müssen und warum die Erinnerung an die Shoah heute und in Zukunft für die Menschheit notwendig ist.

Zum Referenten: Dr. Michael Krämer
ist Literaturwissenschaftler und Theologe. Seit mehr als 40 Jahren geht er in Büchern, Aufsätzen und Vorträgen den literarischen Spuren des Leidens und der Judenvernichtung nach.

Eintritt: 5,– Euro

Eintritt: 5,– Euro
Adresse: Fürstabt-Gerbert-Str. 2, 72160 Horb (beim Ihlinger Tor)