30. September 2017 in Veranstaltungen

Einladung zum Laubhüttenfest

Margarita Rozenberg baut eine Laubhütte für Horb
Margarita Rozenberg baut eine Laubhütte für Horb
Art: Beginn des Laubhüttenfestes
Datum: 4. Oktober 2017
Zeit: 18.00 Uhr
Ort: Im Garten des Museum Jüdischer Betsaal Horb

Am Abend des 4. Oktober beginnt in den jüdischen Gemeinde auf der ganzen Welt das diesjährige Laubhüttenfest.

Es dauert sieben Tage. In der Torah steht dazu: „Sieben Tage sollt ihr in Laubhütten wohnen, dass eure Nachkommen wissen, wie ich die Kinder Israel habe in Hütten wohnen lassen, als ich sie aus Ägyptenland führte. Ich bin der Herr, euer Gott.“ (3. Buch Mose, 23, 42-45).

Zum ersten Mal, seit das Museum Jüdischer Betsaal geöffnet ist, können wir auch eine Laubhütte – eine Sukka – zeigen. Sie wird für uns von der jungen, israelischen Künstlerin Margarita Rozenberg gebaut, die zur Zeit im Künstlerhaus in Starzach lebt und arbeitet.
Über ihr Projekt sagt die Künstlerin:
„Für Horb ist meine Laubhütte Symbol, Anerkennung und Erinnerung mit Blick auf die Geschichte der Stadt vor dem Zweiten Weltkrieg, als die jüdische Gemeinde noch Teil der Stadt Horb war. Ich will mit diesem Projekt aber nicht nur die Vergangenheit würdigen, sondern auch in die Zukunft weisen: Ich bin Jüdin, ich „komme zurück“ nach Horb. Was können wir von diesem wunderschönen Ritual der Errichtung einer Sukka lernen? Alles ist zeitlich begrenzt. Wir können ein Haus oder eine Behausung haben, aber nichts ist für immer. Unser Reichtum und unser Besitz – all das ist schön und gut, aber alles kann im nächsten Moment verschwunden sein. Die Laubhütte erinnert an die Erfahrung in der Wüste, daran, dass man stets unterwegs ist. Mit meiner Installation gehe ich zurück zu den Anfängen der Geschichte. Meine Laubhütte wird die Form des Rockes meiner Großmutter haben. Und so werde ich mein Kunstwerk auch nennen: Grandmother’s skirt. Großmutters Rock. Ich bilde den Akt der Rückkehr in den familiären Schoß nach, in Großmutters inneres Selbst, zurück zu den Wurzeln, auf der Suche nach Schutz und Identität. Es ist eine Hommage an jedermanns Großmutter, wie auch an meine. Sie spielte eine wichtige Rolle in meinem Leben, weil sie eine Tradition verkörpert hat, die ich selbst geerbt habe.“

Alle Freundinnen und Freunde des Rexinger Synagogenvereins, alle Nachbarn des Museums Jüdischer Betsaal sind herzlich eingeladen, zusammen mit uns den Beginn von Sukkot – des Laubhüttenfestes – zu feiern und die Laubhütte von Margarita Rozenberg zu bestaunen.

Mittwoch, 4. Oktober 2017, ab 18.00 Uhr im Garten des Museums Jüdischer Betsaal Horb
– mit Margarita Rozenberg und ihrer Sukka 
– mit Martin vom Ende, Violine
– und mit einer kleinen Bewirtung für alle Gäste

 

 

Gäste: Margarita Rozenberg, Martin vom Ende
Eintritt: frei
Adresse: Fürstabt-Gerbert-Str. 2, 72160 Horb am Neckar