03. Dezember 2017 in Veranstaltungen

Ausstellung: Menorah – Licht und Leuchter im jüdischen Leben

Leuchter der Familie Yerington-Löwengart in Kalifornien, USA.
Leuchter der Familie Yerington-Löwengart in Kalifornien, USA.
Art: Ausstellung
Datum: 3. Dezember 2017 bis 25. März 2018
Zeit: samtags und sonntags von 14.00 bis 17.00
Ort: Museum Jüdische Betsaal Horb, Fürstabt-Gerbert-Str. 2

Licht als Symbol des Lebens hat in fast allen Religionen grundlegende Bedeutung.

Als Sinnbild für Erkenntnis, geistige Erleuchtung und Wahrheit und letztendlich für Gott begegnet es uns immer wieder in der Bibel.
Schon in den ersten Versen der Tora wird geschildert, wie Gott nach der Erschaffung von Himmel und Erde – der Materie – zunächst das Licht schlechthin erschaffen hat, durch das Tag und Nacht geschieden wurden, und zwar bevor die Gestirne Sonne, Mond und Sterne auftraten. Nach der Tora gab es also eine Urenergie – eine fast moderne Auffassung der Entstehung des Universums nach heutigen physikalischen Erkenntnissen.

 

Chanukka bei der Familie Yerington-Löwengart in Kalifornien.

 

Chanukka bei der Familie Klapfer-Pressburger in Shavei Zion.

 

Im täglichen Leben jüdischer Familien spielen Licht und Leuchter eine wichtige Rolle. Kein Schabbat sollte beginnen, ohne dass die Frau des Hauses über den Schabbatkerzen den Segen gesprochen hat. Im Stiftszelt des alten Israel wurde ein siebenarmiger Leuchter mitgeführt. Ein siebenarmiger Leuchter stand auch im Zentrum des ersten und zweiten Tempels, bevor er von den Römern geraubt und im Triumphzug nach Rom entführt wurde.

 

Das weit sichtbare Symbol der von Rexinger Familien gegründeten Gemeinde Shavei Zion ist ein riesiger Chanukka-Leuchter auf dem Wasserturm, der 1938 erbaut wurde.

In der Ausstellung im Museum Jüdischer Betsaal Horb werden ganz verschiedene alte und neue Leuchter gezeigt werden, die mit teilweise großem handwerklichem Geschick hergestellt wurden. Auch die Geschichte der ausgestellte Leuchter wird, soweit wie möglich, dokumentiert. Neben der philosophischen und religiösen Symbolik von Licht ist erstaunlich, wie wissenschaftliche Erkenntnis an Grenzen kommt, wenn es darum geht, das uns allen scheinbar bekannte Phänomen Licht völlig zu erfassen.

Erst im 20. Jahrhundert konnten u.a. durch die tiefen Überlegungen des gebürtigen Ulmers Albert Einstein große Fortschritte in der Erklärung von Licht erzielt werden. Auch darüber nachzudenken, will die Ausstellung im Museum Jüdischer Betsaal anregen.

Menorah – Licht und Leuchter im jüdischen Leben
Ausstellungsdauer: Sonntag, 3. Dezember 2017 bis Sonntag, 25. März 2018
Öffnungzeiten: Samstags und sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr
Jüdischen Betsaal in Horb, Fürstabt-Gerbert-Str. 2 (beim Ihlinger Tor).
Gruppen nach Vereinbarung. Tel. 0 74 51/62 06 89

 

 

 

 

Eintritt: frei
Adresse: Fürstabt-Gerbert-Str. 2, 72160 Horb